AfAS - Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes Logo

Historie

November 1970, die Akademie für Arbeit und Sozialwesen − heute meist nur noch kurz AfAS genannt − nimmt mit 330 Hörerinnen und Hörern im Rahmen eines Festaktes in Saarbrücken ihren Studienbetrieb auf. Als Träger der neu gegründeten Akademie fungieren die Arbeitskammer des Saarlandes und das Saarland. Der damalige Arbeitsminister Dr. Rainer Wicklmayr (CDU) erklärte in seiner Ansprache, dass das Land als Mitträger der Akademie die staatliche Aufgabe der Weiterbildung der Arbeitnehmer wahrnehmen wolle. Für Norbert Engel, seinerzeit Präsident der Arbeitskammer, war mit der Akademie eine neue Bildungseinrichtung geschaffen worden, die eine Lücke in der Palette der vorhandenen Ausbildungseinrichtungen schließt und von der er erwartete, dass sie gerade für die Arbeitnehmer im Land von besonderem Wert sein wird.

Studienleiter der Akademie wird der renommierte und an der Universität des Saarlandes lehrende Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günter Wöhe. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Prof. Dr. Gerhard Lücke sowie später mit dessen Nachfolger Prof. Becker ist er über drei Jahrzehnte hinweg für den Studienbetrieb verantwortlich und trägt mit seinem Engagement wesentlich dazu bei, dass die AfAS eine anerkannte Fortbildungseinrichtung in unserem Land wird.

Ein, für die damalige Zeit, besonderes bildungspolitisches Highlight setzte die Akademie durch das Erlangen der fachgebundenen Hochschulreife und der damit verbundenen Möglichkeit eines Studiums der Betriebswirtschafts−, Volkswirtschaftlehre oder Sozialwissenschaften.

Herbst 1975, die Akademie richtet in Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrverband den ersten Bundeswehrlehrgang in Vollzeitform ein.

November 2000, die AfAS feiert im Rahmen der jährlichen Diplomvergabe ihr 30jähriges Jubiläum.

November 2003, Prof. Dr. Heinz Bierbaum, Leiter des INFO−Instituts an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) übernimmt die Studienleitung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günter Wöhe. Zu seinem Stellvertreter bestellt das Kuratorium Prof. Dr. Wolfgang Müller, Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW).

Dezember 2003, in der Kuratoriumssitzung der Akademie wird die Änderung der

Abschlussbezeichnung „Praktischer Sozialwirt/Praktische Sozialwirtin (AfAS)“ in

„Betriebswirt/Betriebswirtin Personal− und Sozialwesen (AfAS)“

beschlossen.

Die Erwartungen, die an die Akademie gerichtet wurden, haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten zweifelsohne erfüllt. Zwischenzeitlich haben annähernd 3.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Region ein Studium an der Akademie aufgenommen und über 1.500 von ihnen haben ihr Studium auch erfolgreich abschließen können. Nicht wenigen von Ihnen ermöglichte der erfolgreiche Abschluss ihres Studiums an der Akademie den beruflichen Aufstieg.

Deutlich verändert hat sich im Laufe der Jahre auch die Struktur der Studierenden. Waren es in den Anfängen mehrheitlich männliche Teilnehmer mit einem Volksschulabschluss, so sind es heute vor allem Frauen mit einem mittleren Bildungsabschluss oder einer Hochschulreife, die ein Studium aufnehmen. Die AfAS hat sich damit in den letzten Jahren zu einer wichtigen Bildungseinrichtung für Frauen entwickelt. Es ist aber nicht nur die Anzahl der Frauen, die ein solches Studium aufnimmt, beeindruckend ist dabei vor allem ihr Durchhaltevermögen und die in jedem Jahr von ihnen erzielten erstklassigen Examensleistungen. Damit leistet die AfAS einen nicht zu übersehenden Beitrag zur Qualifizierung und Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Frauen.

Oktober 2008

Das Kuratorium beschloss in Zusammenhang mit dem Vorstand der Verwaltungs− und Wirtschafts−Akademie Saarland die Berufsbezeichnung von

"Betriebswirt/Betriebswirtin Personal− und Sozialwesen (AfAS)" in

"Betriebswirt/Betriebswirtin Personal− und Sozialwesen (VWA) zu verändern.

Einher ging damit eine veränderte Studien− und Prüfungsordnung.

Juli 2010, Prof. Dr. Hartmut Bieg, Inhaber des Lehrstuhls Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankbetriebslehre, an der Universität des Saarlandes übernimmt die Studienleitung.

September 2010,  AfAS und VWA feiern im Rahmen einer Festveranstaltung in der Aula der Universität des Saarlandes ihr gemeinsames Jubiläum. Dabei feierte die AfAS ihr 40-jähriges und die VWA Saarland ihr 50-jähriges Bestehen.

2011, seit dem Wintersemester 2011/12 besteht eine Kooperation mit der Fachhochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken. AfAS-Absolventen erhalten eine Anrechnung ihrer bereits im Studium erworbenen Leistungen auf den Bachelor-Studiengang in Betriebswirtschaftslehre an der FH.

2013, seit dem Wintersemester 2013/14 können AfAS-Absolventen an der VWA Saarland in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen ein Anschlussstudium zum Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft absolvieren.

April 2014, Univ. Prof. Dr. Gerd Waschbusch, Inhaber des Lehrstuhls Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankbetriebslehre, an der Universität des Saarlandes, ist neuer Studienleiter der Akademie für Arbeit und Sozialwesen. Er übernimmt die Studienleitung von seinem Vorgänger, Professor Dr. Hartmut Bieg.